1943: Die US-Marine testet beim Philadelphia Experiment eine neue Tarnkappentechnologie auf einem Kreuzer. Doch statt das Schiff einfach vom Radar verschwindet, geht es gleich völlig von der Erdoberfläche verloren. Als es nach einigen Minuten wieder erscheint, offenbart sich den Rettungsmannschaften ein Bild des Grauens. Verbrannte Leichen zieren die Decks, einige Matrosen sind mit dem Schiffskörper lebendig verschmolzen und ein paar der Überlebenden sind dem Wahnsinn verfallen. Soweit die Legende um die USS Eldridge, die mehr als genügend Stoff für einen guten Mystery-Thriller bietet.

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Steile Vorlage, schwache Umsetzung

Doch leider nutzt Produzent John Carpenter diese Vorlage nicht ausreichend aus. Ja, zu Beginn des Films verschwindet das Schiff. Und ja, als es am Ende wieder auftaucht, offenbart sich dieser Anblick. Aber alles was dazwischen passiert, ist lediglich eine unspektakuläre Zeitreisen-Geschichte, bei der der Matrose David Herdeg durch das Experiment ins Jahr 1984 geworfen wurde. Hier flieht er grundlos vor der Militär-Polizei, die ihn zu dem damaligen Experiment-Leiter Dr. James Longstreet bringen möchten. Da David selber aber auch mit Longstreet reden muss, stellt er sich nicht einfach oder versucht anders mit ihm Kontakt aufzunehmen, sondern macht das, was jeder Matrose in diesem Moment tun würde: Er bricht in eine Hochsicherheits-Basis des Militärs ein, um ihn aufzusuchen.

Das Problem mit dem Philadelphia Experiment

Hier merkt man schnell, was das Problem an dem Film ist: Es gibt keins. Abgesehen von der Ausgangslage schafft sich David Herdeg jeden Konflikt selber und verliert immer wieder sein Ziel aus den Augen. Statt eine Lösung zu finden, sucht er nach seiner Familie oder besucht die Frau seines tot geglaubten Freundes. Dementsprechend tritt David den größten Teil der Handlung auf der Stelle und sie hat auch wenig mit dem Experiment zu tun. Das ist mehr als schade, wenn man bendenkt, wie viel Potential der Stoff hat.

Außerdem kommt es immer wieder zu Logik-Löchern, was den Zeitreise-Genuss ein wenig schmälert. So möchte beispielsweise sein bester Freund ihn in der Zukunft nicht mehr sehen, obwohl es sein eigener Wunsch in der Vergangenheit war. Ist „The Philadelphia Experiment“ dadurch ein schlechter Film? Nein, aber auch kein guter. Ich konnte ihn mir gut ansehen und empfand auch keine Langeweile dabei. Aber als Fan solcher moderner Legenden konnte der Film mich nicht überzeugen. Daher gibt es nur 2,5 von 5 Sternen und wenn man sich die Reviews bei Letterboxd ansieht, stehe ich wohl nicht alleine mit meinem Urteil da.

Bei Letterboxd erreicht „Das Philadelphia Experiment“ eine Durchschnittswertung von 2.8 Sternen – möglich wären 5 Sterne.

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