The Final Countdown geht einen leicht anderen Weg und katapultiert mithilfe eines Wetterphänomens den Flugzeugträger USS Nimitz aus den 1978ern zurück in das Jahr 1941. Genau ein Tag bevor Japan den US-Stützpunkt Pearl Harbor überfällt und somit eine weitere blutige Front im Pazifik eröffnet. Doch das könnte Captain Matthew Yelland verhindern, da sein atomgetriebenes Kriegsschiff und seine modernen Flugzeuge alleine die anrückende japanischen Flotte zerstören könnten. Doch was würde dann passieren?

The Final Countdown: Geschichte geschehen lassen oder neu schreiben?

Die Protagonisten sind sich über die Konsequenzen im Unklaren. Vernichten sie die Japaner, könnten sie den Lauf der Geschichte soweit verändern, dass das Schiff niemals gebaut wird und ergo gar nicht in die Vergangenheit reisen kann. Andererseits besteht für die Besatzung nun die Möglichkeit, ihre Kameraden auf Pearl Harbor zu retten und die darauffolgenden blutigen Kämpfe im Pazifik zu verhindern, bevor sie überhaupt begonnen haben.

Ein Dilemma, das der Film selber nicht beantwortet, weil er es nicht beantworten kann. Meines Erachtens die Stärke des Films. Er gibt nicht vor, was richtig und was falsch ist, sondern lässt den Zuschauer grübeln und sich selber fragen: Was würde ich in diesem Moment machen? Da sich die Figuren an Bord zudem rational verhalten, verlieren sie nie an Glaubwürdigkeit, was die Situation umso ernster erscheinen lässt.

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Wie bei vielen anderen, „Was wäre, wenn“-Geschichten kann man den Filmemachern auch hier eine Trauma-Bewältigung diagnostizieren – sofern man das möchte. Denn die Nimitz ist so übermächtig, dass es eine gesamte Flotte zerstören kann und fungiert als Symbol der Macht. Sie ist so mächtig, dass es eines der schlimmsten Ereignisse in der US-amerikanischen Geschichte einfach ungeschehen machen kann. Allerdings finde ich, wird diese Kritik dem Film nicht gerecht, da der Fokus eindeutig auf das Kausalitäts-Paradoxon liegt und nicht auf die technische Überlegenheit der Navy. Sie ist nur Mittel zum Zweck, um die Geschichte zu erzählen. Klar, die Filmemacher hätten sie auch anders erzählen können, aber in dieser Variante sollte jedem Zuschauer die Tragweite einer Zeitreise klar geworden sein.

The Final Countdown bei Letterboxd
Auf Letterboxd habe ich „The Final Countdown“ 3,5 von 5 Sternen gegeben.

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