Diesen Ort gibt es seit 2012 und trägt den Namen Letterboxd. Letterboxd ist ein soziales Netzwerk für Filmliebhaber, in dem Cineasten Filme bewerten, Kritiken schreiben, eine Watchlist führen und sich mit anderen Film-Nerds austauschen können. Außerdem können die Benutzer öffentliche Listen wie “All Time Classics” oder “Die besten Western” erstellen und damit ihre Favoriten aus der Filmwelt kundtun. Allerdings beschränkt sich die Plattform wirklich nur auf Filme. Serien werdet ihr dort keine finden.

Die Plattform Letterboxd wurde von den Neuseeländern Matthew Buchanan und Karl von Randow ins Leben gerufen. Ihre Idee dabei: Ein Film-Tagebuch zu kreieren, indem man die Filme des letzten Jahres Revue passieren lassen kann. Da Letterboxd aus Neuseeland kommt, ist die Website allerdings nur in englischer Sprache verfügbar. Doch auch Personen mit wenig Sprachkenntnissen werden sich auf der Website schnell zurechtfinden, da die Neuseeländer die Bedienung sehr einfach gestalten haben.

Was ist Letterboxd? Die Plattform für Cineasten
Letterboxd ist für Cineasten – Serien sucht ihr auf der Plattform vergebens. Foto: Kilyan Sockalingum/Unsplash

Was bedeutet Letterboxd?

Die Leidenschaft zum Film drückt die Plattform auch durch ihren Namen aus. Denn als Letterboxing bezeichnen Filmtechniker das Hinzufügen von schwarzen Balken am oberen und unteren Filmrand. Dadurch verändert sich das Seitenverhältnis des Bildes und es entsteht ein Breitbildformat, das wie geschaffen für das Kino ist. So arbeiten viele Regisseure wie Quentin Tarantino damit. Allerdings gibt es nicht das eine Breitbildformat, sondern viele verschiedene mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen. Das bekannteste dürfte das 16:9-Format sein (1,78:1), das vor allem für Fernsehproduktionen verwendet wird. Zudem gibt es noch das europäische Breitwandformat (1,66:1), das amerikanisches Breitwandformat (1,85:1) sowie Panavision oder Cinemascope (2,35:1).

Was ist Letterboxd? Schwarze Balken
Die scharzen Balken, die das Bild beschneiden, bezeichnet man im Film als Letterbox (Engl. Briefkasten). Foto: Mahir Uysal/Unsplash

Warum ich Letterboxd nutze

Ich persönlich verwende Letterboxd (hier geht zu meinem Account) vor allem aus zwei Gründen. Erstens aufgrund der Tagebuchfunktion. Ich finde es praktisch und übersichtlich, meine gesehenen Filme in einem Kalender zu notieren und mit einer Wertung (möglich sind 1 bis 5 Sterne) zu versehen. Das hilft mir bei meinen Kritiken hier auf Campfire Stories. So kann ich Filme besser untereinander vergleichen und die Highlights eines Film-Jahres sofort sehen.

Zweitens finde ich es sehr spannend, die Wertung von anderen Benutzern zu erfahren und auch, wie ein Film im Allgemeinen aufgefasst wurde. Denn mittlerweile befinden sich viele Kritiker auf der Plattform, deren Geschmack und Ansichten ich kenne und deren Meinung zu einem Film mich interessiert. Beispielsweise findet ihr das Team um die Rocketbeans-Sendung “Kino+” auf Letterboxd (Daniel Schröckert, Andreas Bardé und Etienne Gardé) und auch andere bekannte Film-Nerds wie David Hain (BeHaind) und Marco Risch (Nerdkultur).

Basti Barsch Filmtagebuch
Bei Letterboxd könnt ihr ein Filmtagebuch mit Datum, Bewertung und Rezension anlegen.

Was der Dienst kostet

Letterboxd könnt ihr jederzeit kostenfrei verwenden und auch ohne Account ist es möglich, passiv die Website zu nutzen. Erst wenn ihr selber Filme bewerten und rezensieren wollt, müsst ihr euch anmelden, könnt es aber weiterhin kostenlos verwenden. Geld müsst ihr erst zahlen, wenn ihr das Projekt mit einer Mitgliedschaft unterstützen wollt. Als Gegenleistung bekommt ihr dann zusätzliche Funktionen freigeschaltet.

In der Pro-Variante für 19 US-Dollar im Jahr verzichtet Letterboxd darauf, euch Werbeanzeigen einzuspielen, ihr bekommt Filter-Optionen, Jahres-Statistiken und noch einiges mehr. In der Patron-Variante für 49 US-Dollar im Jahr kriegst ihr unter anderem die Möglichkeit Features im Beta-Stadium zu nutzen und werdet als Patron namentlich auf Lettboxd genannt. Im Detail könnt ihr die Benefits hier nachlesen.

Die Preise von Letterboxd
Letterboxd bietet neben einer kostenlosen Variante auch zwei kostenpflichtige Mitgliedschaften an. Bezahlen könnt ihr mit PayPal.

Fazit

Wer Film-Liebhaber ist, dem kann ich Letterboxd nur empfehlen. Es macht riesigen Spaß, sich durch die endlosen Filmlisten zu wühlen, sich durch die Kritiken zu stöbern und auch sein eigenes Tagebuch zu führen. Selbst in der kostenlosen Variante vermisse ich nichts. Denn die Funktionen der zahlungspflichtigen Mitgliedschaften sind nett, aber nicht notwendig. Die Pro- bzw. Patron-Variante eignet sich meines Erachtens vor allem dazu, wenn ihr das kleine Team in Auckland, Neuseeland unterstützen wollt.

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